Palast von Knossos
Der Palast von Knossos ist der größte minoische Palast in der einstigen Metropole auf Kreta und gehört zum europäischen Kulturerbe. Er liegt ca. 5 Kilometer südlich von Iraklio. er hat 800 Räume, jedoch soll er einst ca. 1300 besessen haben. Er hat bis zu 5 Stockwerke und wurde um einen rechteckigen Zentralhof von 53 x 28 m gebaut, wie übrigens alle Palastbauten der Minoer.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Fundstätte des Palastes entdeckt und im 20. Jahrhundert wurde mit der Ausgrabung begonnen. Knossos war vor ca. 1600 Jahren v. Chr. die größte Stadt Kretas und hatte 50.000 Einwohner. König Minos war der Namensgeber der einstigen minoischen Kultur in der Bronzezeit vor ca. 2000 Jahren v. Chr.
Die Ausdehnung von Knossos reichte damals bis zu der Stadt Iraklio welcher als Hafen diente. Der Palast wurde durch mehrere Erdbeben in der Vergangenheit zerstört und immer wieder aufgebaut.
Auf Kreta findet man mit Phestos, Malia und Kato Zakros noch drei weitere Paläste ähnlicher Bauart.
Die Samaria-Schlucht
Die Samaria-Schlucht (Nationalpark) liegt in den weißen Bergen im Westteil von Kreta zwischen Chania an der Nordküste und Agia Roumeli an der Südküste und ist 13 km lang. Sie gehört zu einem der längsten Schluchten Europas.
Der Wanderweg ist 16 km lang und muss wieder zurückgewandert werden, außer man fährt per Schiff zurück. Die Wanderroute ist sehr anstrengend, da sie die ganze Zeit bergab geht. Die Schlucht ist von Mai bis Oktober nur an trockenen Tagen begehbar, bei Regen ist die Gefahr von Hochwasser bzw. Steinschlag sehr groß. Das Highlight der Wanderung durch die bis zu 600 m hohen Felswände ist die “eiserne Pforte”, eine Engstelle von nur 3 Meter Breite und besonders steilen Felswänden.
Der Eintritt in die Schlucht kostet 5 EURO und ist für Kinder unter 15 Jahren frei. Alle paar Kilometer gibt es Toiletten und Abfallkörbe, einige Quellen sorgen für frisches Trinkwasser. Da sich die Samaria-Schlucht in einem Nationalpark befindet, muss man einige Regeln vom Forstamt beachten. Die beste Wanderzeit ist Mai/Juni wegen der noch angenehmen Temperaturen und die Natur zeigt sich noch von der schönsten Seite.
Die Insel Chrysi
Etwa 15 Kilometer von der Stadt Ierapetra liegt die Insel Chrysi im Libyschen Meer. Die Fahrt dorthin per Schiff dauert ca. 1 Stunde. Die Insel ist wegen der schönen Strände, der Beschaulichkeit und das klare Wasser sehr beliebt. Für das leibliche Wohl der Badegäste sorgen 2 kleine Tavernen, ansonsten ist die Insel unbewohnt. Chrysi besteht aus weißem Kalksand und einem Wald, der einen Teil der 5 km langen und 1 km breiten Insel einnimmt. Der Wald besteht aus Phönizischen Wachholder und wurde ins Natura 2000-Netz der Europäischen Union aufgenommen.
Der Kournas-See
Am Fuße des Berges Lefka Ori, im Westen Kretas, in der Nähe der Nordküste bei Georgioupoli, befindet sich der einzige natürliche Süßwassersee. Das Wasser fühlt sich aufgrund des kalkhaltigen Gesteins laugig an. Das Gebiet ist der Lebensraum für Wasserschildkröten, Schlangen, Frösche und einigen Libellenarten. Wildlebende Ziegen stillen am Seeufer ihren Durst. Der ca. 45 m tiefe See kann mit einem gemieteten Tretboot befahren werden. Daneben kann noch eine Tropfsteinhöhle in der Nähe des Sees besichtigt werden. Die am Seeufer befindlichen Tavernen bieten preisgünstige Gerichte an und einen traumhaften Blick auf den See.